Entstehung und Produktion von Animes

 

Lange vor den Animes gab es schon die japanischen Comics (Mangas). Der berühmte Mangaka Osamu Tezuka war der erste, der Elemente und Techniken des Films in seine Mangas einbaute. Seine Mangas erhielten den Charakter eines comicähnlichen Storyboards.  Osamu Tezuka gründete die erste Anime-Produktionsfirma "Mushi Production" und produzierte die erste Animeserie "Astro Boy".

 

 

Er war es auch, der den typischen Animestil prägte, der von seinen Nachfolgern übernommen wurde (z.B. große Augen, etc.). In den 60er Jahren folgte eine Krise in der japanischen Filmbranche und man wechselte von der Realfilmbranche in die Animationsfilmbranche.

Der darauf folgende Boom der Animeindustrie prägte sich nur in Japan so stark aus. Allerdings fassten Animes auch in anderen Ländern Fuss.

In Japan werden jede Woche 70 Folgen von Animeserien ausgestrahlt. Die vielen Studios produzieren jährlich ca. 30 Animefilme und 3000 Animefolgen.

 

 

Und so werden Animes gemacht:

 

Als erstes braucht man ein Drehbuch, das vorgibt was überhaupt passieren soll.

Dann wird dieses Drehbuch sozusagen visuell dargestellt in Form eines Storyboards, das ähnlich wie ein Manga aussieht.

Die Szenen und Bewegungen werden mit den Zeichnern besprochen. Ihr fragt euch sicher, wie verschiedene Zeichner an einer Animeserie arbeiten können, ohne dass ihre unterschiedlichen Stile zum Ausdruck kommen. Dafür gibt es die Regisseure, die die Zeichner beobachten und darauf achten, dass alle Figuren einheitlich bleiben. Die einzelnen Zwischenschritte, wie Bewegungen, werden extra gezeichnet.

Für eine 30 minütige Folge benötigt man 4000 Schnitte und 15000 Einzelbilder. Früher wurden die Bilder fotografiert und dann gefilmt, heutzutage geschieht dies aber alles digital. Als letztes folgt dann die Tonspur mit Musik und Stimmen.

An einer Folge sind ca. 200 Zeichner beteiligt, die früher 3 Monate für eine Folge benötigten.

Da die Konkurrenz wächst sind die Zeichner gezwungen eine Folge in 6 Wochen fertig zustellen. Oft wird in den Studios 24 Stunden am Tag gearbeitet, die Zeichner wechseln sich dann in Schichten ab.